Pessach ist eines der drei Wallfahrtsfeste (neben Sukkot und Schawu’ot) und wird sieben Tage (in der Diaspora 8 Tage) gefeiert. Es ist das „Fest unserer Freiheit (Chag Cherutejnu). Pharao, der König von Ägypten, knechtete die Israeliten und als er von Moses und Aaron im Namen Gtttes aufgefordert wurde, das Volk aus Ägypten ziehen zu lassen, weigerte er sich. Daraufhin suchten zehn Plagen sein Land heim, von denen die Israeliten verschont blieben. Als G’tt bei der zehnten Plage alle Erstgeborenen im Lande Ägypten schlug, „überschritt er die Häuser der Kinder Israels“ (Schmot12:47). Daher rührt der Name des Festes: „Pessach“ leitet sich von „Passach“ (er überschritt) ab. Das Fest wird zudem „Chag HaMazzot“ (Fest des ungesäuerten Brotes) genannt, weil das Volk Israel Ägypten eilig verließ und keine Zeit hatte, den Brotteig säuern zu lassen, sondern das Brot buk, bevor der Teig durchgesäuert war. Dieses Brot heißt „Mazza“.

Das wichtigste Gebot des Sederabends – das ist der erste Abend von Pessach, der nach einer bestimmten Ordnung, Hebräisch „Seder“ gefeiert wird – ist die „Haggada“, die Erzählung vom Auszug Israels aus Ägypten. Das Essen von Mazza und Bitterkraut sowie die übrigen Bräuche des Pessachabends dienen der Veranschaulichung der Geschichte, damit wir sie besser erfühlen und verstehen. Schließlich heißt es, dass der Mensch sich so sehen soll, als ob er selbst aus Ägypten ausgezogen sei (Haggada).