Sukkot ist ein siebentätiges Fest. Seine Bezeichnung kommt von “Sukka”, das Laubhütte bedeutet. Sukkot ist die Zeit, in der die Ernte eingebracht wird und in der viel Freude herrscht. Die Laubhütten werden mit Früchten geschmückt und in der Synagoge wird feierlich an die Zeremonie des Wasserschöpfens im Tempel von Jerusalem erinnert. Am Tag nach Sukkot wird im G’ttesdienst von Schemini Azeret um Regen für das Land Israel gebetet.

Die sieben Tage, die wir in der Laubhütte verbringen, erinnern uns auch an die vierzigjährige Wanderung durch die Wüste nach dem Auszug der Juden aus Ägypten. „In Hütten sollt ihr sieben Tage lang wohnen … Auf dass eure Nachkommen wissen mögen, dass ich die Kinder Israels habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus dem Lande Ägypten geführt …“. (Wajikra, 23:42-43)

Sukkot, das Laubhüttenfest wird auch „Zeit unserer Freude“ genannt. Die Tora sagt: „… und seid fröhlich vor dem Ewigen, eurem G’tte, sieben Tage lang“ (Wajikra, 23:40); „Sei fröhlich an deinem Feste“ (Dewarim, 16:14); „… und du sollst ganz Freude sein“ (Dewarim, 16:15).

Die Sukkotzeit ist reich an Bräuchen. Ein besonderes Symbol dieser Tage ist der Lulaw: Ein aus Dattelpalmen-, Myrten- und Bachweidenzweigen zusammengebundene Feststrauß, dem der Etrog beigelegt ist – eine Zitrusfrucht mit einem besonders aromatischen Duft. Der Lulaw wird an den sieben Tagen während des Sukkot-Morgengottesdienstes geschüttelt, dabei wird er in die vier Himmelsrichtungen und nach oben und unten bewegt. Der Lulaw symbolisiert die Einheit des jüdischen Volkes und der Verbundenheit mit seiner Heimat Israel.