1986 eröffnete die Jüdische Grundschule mit 25 Schülern in Berlin-Charlottenburg. Mit der Zuwanderung aus der ehemaligen UdSSR dem Fall der Berliner Mauer wurde die Schule erweitert. 1995 wurde der moderne Schulneubau in der Waldschulallee im Berliner Grunewald eingeweiht. Damit öffnete das erste neu errichtete Schulgebäude für eine jüdische Grundschule nach der Schoah in Deutschland seine Tore. Die Schule erhielt den Namen des langjährigen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Heinz Galinski sel. A. (1912 – 1992).

Das Gebäude der Heinz-Galinski-Schule wurde von dem israelischen Architekten Zvi Hecker entworfen. Sein außergewöhnlichen Form und die verschiedenen, ineinander greifenden Gebäudeteile deuten die Blätter einer Sonnenblume an. Aus der Luft betrachtet ähnelt das Gebäude auch einem aufgeblätterten Buch und verweist damit schon symbolisch auf seine Bestimmung als Schulhaus. Denn das hebräische Wort für Buch, „Sefer“, bildet einen Bestandteil der hebräischen Bezeichnung für Schule „Beit Sefer“ (Haus des Buches). Sonnenblumen- und Buchsymbolik dieses Schulbaus verkörpern die kindliche Natur: Lebensfreude und Wissensdurst, Spiel und Neugier, Optimismus und Entdeckerlust.